Briefmarken-Deutsches-Reich

Briefmarken-Shop


  german_reichBriefmarken 1872-1945
  german_reichBriefmarken 1933-1945
  german_reichBriefmarken 1924-1932
  german_reichBriefmarken 1916-1923
  german_reichBriefmarken 1900-1916
  german_reichBriefmarken 1872-1900
  german_reichDienstmarken
  german_reichDienstpost II Wk
  german_reichPlattenfehler 1872-1945
  german_reichPlattenfehler 1933-1945
  german_reichPlattenfehler 1872-1932
  german_reichBelege 1872-1945
  german_reichBelege 1933-1945
  german_reichBelege 1923-1932
  german_reichBelege 1916-1923
  german_reichBelege 1900-1916
  german_reichBelege 1872-1900
  german_reichGanzsachen 1872-1945
  german_reichGanzsachen 1933-1945
  german_reichGanzsachen 1872-1923
  german_reichPrivatpostkarten
  german_reichPropaganda
  german_reichSonderangebote
  german_reichGeneralgouvernement

 

Historie


  german_reichHome
  german_reichInformationen
  german_reichDeutsches Reich Warum?
  german_reichDeutsches Reich Briefmarken
  german_reichGerman-Reich
  german_reichHistorie I - III
  german_reichNeue Reichskanzlei I - VII
  german_reichHakenkreuz I - V

 

Briefmarkenbesprechung


  german_reichBriefmarkenausgabe 479-498
  german_reichBriefmarkenausgabe 908
  german_reichBriefmarken 909-910 + NSKK

 

Sammlerinfos


  german_reichBriefmarken bis 1945
  german_reichBriefmarken-Wissen
  german_reichKapitalanlage Wieso
  german_reichBriefmarke Rarität
  german_reichEntwertung
  german_reichFehllisten
  german_reichAnkaufformular
  german_reichÜber uns
  german_reichKontaktformular

 

Rechtliches


  german_reichJugendschutz
  german_reichServicelinks
  german_reichNazi Symbole
  german_reichAGB
  german_reichDatenschutzerklärung
  german_reichImpressum

 

Servicelinks


  german_reichPrüfordnung

 

German-Reich Briefmarken-Besprechung 909 - 910 + NSKK

Briefmarken Deutsches Reich bis - 1945

German-Reich, das endgültige Ende

Die Briefmarkenausgabe Michel Nr. 909 - 910 erschien am 21. April 1945. Sie wurde in der Reichs-Druckerei Wien im Rastertiefdruckverfahren gedruckt. Trotz erheblicher Transportschwierigkeiten - der größte Teil der deutschen Infrastruktur war durch die alliierten Bombenangriffe zerstört - gelangte diese Ausgabe auf Schleichwegen und Nachtfahrten von Wien bis sogar in das fast von den Russen eingeschlossen Berlin. Ungefähr bis um den 26 - 28 April 1945 war Berlin noch nicht komplett eingeschlossen. Die Briefmarkenausgabe besteht aus der Michel Nr. 909 für die Parteiformation SA - Sturmabteilung - und die 910 für die Parteiformation SS - Schutzstaffel -. Die 909 weist als Motiv einen SA Mann mit einer brennenden Fackel auf. Der Wert der Briefmarke liegt bei 12 Rpfg mit einen Zuschlag von 38 Rpfg. der Zuschlag ging an den Kulturfond des Führers oder besser gesagt in die private Geld-Schatulle von Adolf Hitler. Alleine aus diesem Grunde wurden noch bis zum buchstäblichen Ende des Nazireiches Briefmarken verausgabt. Hitler wollte schon um 1943 jegliche Verausgabung von Briefmarken zur Wahrung der wichtigen und raren Wertstoffe zu Gunsten der Rüstungsindustrie einstellen.

Deutsches Reich Michel Nr. 909 - 910 zum Vergrößern bitte klicken

Michel Nr. 909 - 910 21. April Parteiformationen SA SS

Die 910 weist als Motiv einen SS Mann in Uniform, Stahlhelm und eine Maschinenpistole auf. Im Hintergrund steht ein politischer Redner oder HJ Führer mit einer Hakenkreuzfahne wohl anknüpfen aus den alten Zeiten der Reichsparteitage in Nürnberg. Bemerkenswert ist hier, dass Adolf Hitler einst bei der Michel 694 und 701 aus 1939 noch am Rednerpult als Motiv gezeigt wurde, bei dieser Ausgabe sieht man Hitler nicht. Wie sein Führer Adolf Hitler scheint das Nazi Regime die Vergangenheit von Glanz und Glorie noch einmal auferstehen lassen zu wollen. Denn das war bei den Paladinen des untergehenden Reiches das Gesprächsthema. Die alte Kampfzeit der NSDAP. An die leidende Bevölkerung oder den Soldaten wurde nicht gedacht. Der Wert der Briefmarke 910 liegt bei 12 Rpfg mit einen Zuschlag von 38 Rpfg.

Die Briefmarken sind nach Auffassung des Verfassers in blutrot gehalten, was einer Dramatik entspricht. Millionen von Menschen hatten schon ihr Leben verloren und zig Hunderttausende Menschen sollten noch bis Kriegsende am 9.0 Mai 1945 und in der folgenden Krieggefangenschaft und Vertreibung sterben. Man kann sich bei der Betrachtung nicht erwehren, dass die Propagandamaschinerie der Nazis in ihrer Verzweiflung des nahenden Unterganges mit Motiven der Parteiformation SA und SS noch einmal an die alte Kampfzeit in den Gründerjahren der NSDAP anknüpfen wollte. Die SA und die SS waren die Garanten des Nazisystem. Nur der Wille alleine sollte die Übermacht der Alliierten standhalten können. Obwohl das Reich ca. 7,5 Millionen Soldaten noch unter Waffen hatte, war der Krieg schon lange verloren. Selbst Adolf Hitler wusste, dass der Krieg schon spätestens 1941/42, als die Deutschen Moskau nicht erobern konnten verloren war. Das Nazi Regime stand jetzt in Wirklichkeit vor dem Aus.

Deutsches Reich Michel Nr. 909 - 910 U

909-910 U

Einige dieser Briefmarken konnten die Reichshauptstadt noch erreichen und wurden dort am 21. April 1945 verausgabt. Und es gibt wohl sehr wenige, hoch seltene Entwertungen aus dieser Zeit. Die Zufahrt zu Berlin war noch bis zum 26. April 1945 offen.

909-910 gestempelt

Viele Experten streiten sich um die Echtheit der Entwertung der 909 - 910. Die Prüfung dieser Belege und Briefmarken sind bis auf Weiteres ausgesetzt. Immer mehr verdichtet sich die Gewissheit, dass die Mehrzahl der Entwertung nachträglich, also nach dem Kriege vorgenommen wurde. Auch die Belege die existieren sind in der überwiegenden Mehrzahl wohl eher Machwerke gewiefter Geschäftemacher. Dann sind noch Stempel vom Postamt in den Wirren der letzten Tage entwendet worden, so dass keiner heute mehr mit Bestimmtheit sagen kann, wann nun ein Beleg echt gelaufen war oder nicht.

909-910 Brief

Deutsches Reich Michel Nr. X - X I NSKK und NSFK

NSKK NSKF

Die Michelausgabe X - XI und X U - XI U besteht aus 2 nicht verausgaben Briefmarken in gezähnter und geschnittenen Form. Auch beide Werte wurden schon in der Reichsdruckerei Wien vorgedruckt. Die Nominale beträgt 12 Rpfg und der Aufschlag 38 Rpfg. Auch hier ist der Aufschlag wieder recht hoch. Er ist über das dreifache höher als der Nominalwert. Beide Ausgaben sind in rosarot gehalten und extrem selten. Das erste Motiv zeigt den NSKK, dem Nationalsozialistische Kraftfahrerkorps auf dem vorweg drei Männer unterschiedlichster Alterstruktur vor einem Panzer herlaufen.

Der zweite Wert zeigt als Motiv das Abzeichen des NSKF, dem Nationalsozialistischen Fliegerkorps und Segelflugzeuge. Hier erwecken beide Motive die Anknüpfung der Naziführung an die Anfänge der NSDAP. Der NSKK war der Vorläufer der motorisierten Wehrmacht und aus dem NSFK (Nationalsozialistisches Fliegerkorps) ging der Nachwuchs der Luftwaffe hervor. Fast alle Luftwaffenpiloten lernten zuerst das Segelfliegen. Oft schon in der HJ der Hitlerjugend.

 

<NSKK I plus NSKF XI>

 

 

Und das war das Ende

 

Millionen und aber Millionen von Toten auf Seiten der Deutschen und Alliierten forderte der zweite Weltkrieg. Neueste Forschungen haben ergeben, dass von den 4,2 Millionen getöteten deutschen Soldaten bis zum Januar 1945 1,83 Millionen an der Deutsch-Russischen Front umgekommen sind. Bis zum Mai 1945, also vom Januar 1945 - 9. Mai 1945 starben nochmals 1,4 Millionen deutsche Soldaten. Weitere 3,1 Millionen Deutsche Soldaten gingen von 1941 - 1945 in sowjetische Gefangenschaft. 11 Millionen deutsche Soldaten gerieten insgesamt in Gefangenschaft. Davon starben alleine in Russland über 542.000.

 

8,38 Millionen sowjetische Soldaten und 1,98 Millionen Unteroffiziere der roten Armee verloren ihr Leben im zweiten Weltkrieg. Etwa 5,7 Million Angehörige der sowjetischen Streitkräfte gerieten in deutsche Gefangenschaft. Davon wurden 3,3 Millionen russische Gefangene systematisch in deutschen Lagern zu Tode gehungert.

 

In den Jahren 1941 bis 1945 wurden in der von der Wehrmacht eroberten Gebiete über 2,1 Millionen Juden ermordet. Die Zahl der jüdischen Opfer, welche in Lagern, Gettos und Gefängnissen durch Terror, Hunger und systematischen Mord umgekommen sind überschreitet die 6 Millionen.

 

Betrachtet man diese Zahlen, dann steh hinter jeder Zahl ein unsagbares Leid und unsagbare Schmerzen. Jede Zahl von 1 bis 6 Millionen schreit 6 Millionen mal Todesangst, schreit 6 Millionen mal Pein, schreit 6 Millionen mal: "Hilfe ich will nicht sterben". Würde man diese Energie, die 6 Millionen mal als Blut vergossen wurde geballt und auf einmal wirken lassen - wäre es in der Lage die Welt zu sprengen. Es wäre einfach nicht auszuhalten.

 

Der II. Weltkrieg soll weit über 50 Millionen Menschenleben gekostet haben. 50 Millionen mal Schmerz und Kummer. Eine für uns heutige Generation noch unvorstellbare Zahl.

 

Auf den Vorwurf eines Generals gegen Adolf Hitler, dass die Jugend dort draußen im Felde verblute hat Adolf Hitler nichts anderes zu erwidern als: "Dazu sind die jungen Menschen doch da". Adolf Hitler verkroch sich, bis er sich am 30. April 1945 gegen 4:00 das Leben nahm, im Bunker unter dem Garten der Neuen Reichskanzlei. Er ist verantwortlich für unsagbare Zerstörung an Kulturgütern, Wohnung, Fabrikanlagen und sonstiger Vermögenswerte.

 

Berlin Brandenburger Tor zerstört im September 1945 - Bildarchiv German-Reich

 

Der zweite Weltkrieg ermöglichte die Vertreibung von Millionen Menschen sowie die Aussiedlung, Umsiedlung und Zwangsaussiedlung von Menschen auch bis nach dem Kriege. Eine Traumatisierung und Entwurzelung mehrerer Generationen und deren Kinder durch die Auswirkungen der Gräueltaten, Vergewaltigungen und durchwachten Bombennächten produzierten unerfasste Spätfolgen bis in die heutige Zeit. Man schweigt heute lieber, dass Millionen von deutschen Müttern durch Bombennächte traumatisiert sind und diese Traumata teilweise auf Ihre Kinder übertragen haben. So manch eine harte Erziehung, körperliche Misshandlung der Kinder durch die Eltern beruht auf die grausamen Kriegserlebnisse der Eltern. Denn die Eltern hatten keine Chance sich in irgendweiner Form den Bombenangriffen zu entziehen - Geschweige denn konnten sie wie heute einen Thearapeuten aufsuchen.

Berlin Brandenburger Tor zerstört im September 1945 - Bildarchiv German-Reich

 

Göring gab in einem Erlass bekannt, dass Menschen zu bestrafen seien, die sich durch Krankheit vor den Folgen des Bombenkrieges flüchten. Das bedeutet, es wurde niemanden so richtig gestattet bei schrecklichen Bombenangriffen die Nerven dauerhaft zu verlieren.

 

Lade Sie sich bitte hier einen originalen Bombenbericht herunter

 

Das Deutsche Volk wurde bei der Übernahme der Regierung durch die Nazis von den Nazis in eine dauerhaft kämpfende und opfernde Gemeinschaft umgewandelt. Sich dagegen zur Wehr zu setzen bedeutete oft den Tod.

 

Berlin Brandenburger Tor zerstört im September 1945 - Bildarchiv German-Reich

 

 

Berlin Alexanderplatz zerstört im September 1945 - Bildarchiv German-Reich

Derjenige, also Adolf Hitler der für all das Leid von Millionen von Menschen verantwortlich war, übernahm keine Verantwortung. Lieber schickte er die Berliner Jungs und andere Menschen sinnlos in den Tod um noch einige Tage im Bunker unter der Reichskanzlei dahinzuvegetieren. Denn mehr war es nicht, was der Führer des ehemals Großdeutschen Reiches zum Schluss getan hat. Bevor Adolf Hitler sich am 30. April 1945 mit seiner Frau EVA Braun entleibte, lebte er in einem Vakuum der Macht sowie im Nebel von Aufputschmitteln vom Typ Pervetin. Es scheint heute immer mehr wahrscheinlich, dass Adolf Hitler unter der Parkinson-Krankheit und/oder an einem Amphetaminverfall litt – ohne dass sein Hausarzt Dr. Morell eines von beiden je diagnostiziert hat.

Erst zum Ende, also ab 1945 soll Dr. Morell zumindest die Parkinson-Krankheit bei Hitler akzeptiert haben und diesem hierfür Medikamente gegeben haben. Im folgenden Bild ist dieser "Führer" im Garten der Neuen Reichskanzlei zu sehen. Artur Axmann (1913 - 1996), Reichsjugendführer der Hitlerjugend - selbst schwer verwundet - hat ca. 20 Hitlerjungen für Hitler zu dessen 56. Geburtstag im Garten der Neuen Reichskanzlei antreten lassen. Artur Axman hatte sich eine persönliche Reserve von 200 Hitlerjungen angelegt, alles Berliner Jungens. Mit denen hoffte er Adolf Hitler aus der stark umkämpften Reichshauptstadt herauszubringen. Denn er und seine Jungens kannten sich bestens im Berliner Trümmerfeld aus. Adolf Hitler ging auf diesen Vorschlag nicht ein.
 

Der Pfeil zeigt den von Hitler hinter dem Rücken versteckten zitternden Arm

 

Es gibt Untersuchungen, die davon ausgehen, dass Adolf Hitler zumindest Pervitinabhängig war. Eines ist jedoch sicher: Hitlers Drogenkonsum war überdurchschnittlich. Dr. Morell verabreichte Hitler zum Beispiel speziell für seinen Patienten "Nummer Eins" hergestellte, in Goldpapier verpackte quadratische Vitamultin-Täfelchen, von etwa drei Zentimeter Länge und einem halben Zentimeter Dicke. Dr. Schenck, auch „Fachberater bei der Reichsgesundheitsführung“, berichtet über dieses Präparat: „Ich zerpulverte sie persönlich in einem Mörser und ließ sie unter einem Deckwort in einem Institut der militärärztlichen Akademie auf Alkaloide und Drogen untersuchen. Ich erhielt den Bescheid, dass das Pulver Coffein und Pervitin enthielte". Die Konzentration ließ Dr. Schenk erschrecken. Adolf Hitler nahm somit in hoher Konzentration Coffein und Pervetin mit dem von Dr. Morell produzierten Vitamultin ein. Das könnte sich nur schädigend auf das Nervensystem auswirken.

Es gibt natürlich Streitereien wegen dem Junkie Hitler. In dem von dem russischen Geheimdienst verfassten Buch Hitler für Stalin finden sich jedoch auch eindeutig Fakten für Hitlers Medikamentenabhängigkeit.

Belegt ist eine Bestellung Dr. Morells vom 20. Februar 1943: „Zehn Packungen von 200 Vitamultin-Tabletten für das Hauptquartier“. Ab März 1944 verabreichte Dr. Morell zusätzlich ein spezielles, auch intramuskulär gefixtes Vitamultin-forte mit einem uns leider unbekannten Zusatz. „Vor der Injektion war er schlaff und müde, (….) anschließend wurde er sofort sehr lebhaft (…..) und blieb in der Nacht noch lange wach.“ Eine mehr als außergewöhnliche, geradezu einmalig-sensationelle Reaktion auf ein Vitaminpräparat.

 

Der Pfeil zeigt den von Hitler versteckten zitternden Arm


Nach dem Attentatversuch vom 20. Juli 1944 war Adolf Hitler doch nicht gänzlich unverletzt. Unter anderem hatte er eine schwere Gehirnerschütterung, eine schwere Prellung am rechten Arm, gerissene Trommelfelle und andere Prellungen und Abschürfungen. Auf den Wochenschauaufnahmen und Bildern wo Hitler die Verletzten des Attentates im Krankenhaus besucht sieht man, dass Hitler in seinen Ohren Wattebäusche trägt. Sieht man nur, wenn man es weis. Ab dem Attentat litt Hitler unter permanenten Kopfschmerzen und blutenden Gehörgängen. Auf Anraten Dr. Brandts untersuchte ein weiterer Arzt Hitler und zwar Dr. Giesing ein Hals-, Nasen- und Ohrenspezialist. Dr. Giesing erhielt die Chance Adolf Hitler ausgiebig zu untersuchen. Er machte hierzu ausführliche Aufzecihnungen. Dr. Giesing sah die Gefahr, dass die ständigen Blutungen im Ohr von Hitler zu einer schweren Erkrankung der Stirnhöhlen Hitlers führen könnten. Damals stand ihm nur eine einzige Heilbehandlung zur Verfügung. Und diese Heilbehandlung bestand in einer Auspinselung der Schleimhäute mit Kokain. Dadurch wollte er eine Abschwellung der entzündeten Schleimhäute Hitlers erreichen. Und die Schmerzen sollten durch die Behandlung reduziert werden. Die Kokain-Pinselungen seiner Nasenschleimhäute mit einer 10 prozentigen Kokainlösung empfand Hitler wie eine Erlösung. Die Schmerzen ließen nach, sein Kopf wurde frei, er konnte wieder – wie er einmal zu Eva Braun sagte – klar denken. Neues Gift zu vielen anderen Giften. Auch Dr. Giesing verfing sich in dem Teufelskreis, in dem Dr. Morell seit fast neun Jahren gefangen war. Was Hitler Erleichterung verschaffte, forderte Hitler von seinen Ärzten ein.

Das 10%ige Kokain wurde nicht nur gepinselt, laut Dr. Morells Aufzeichnungen inhalierte es Hitler auch zweimal täglich. Hals-, Nasen- und Ohrenspezialisten sehen diese Art der Behandlung als bedenklich an. Nach mindestens drei Kokainsitzungen kam es bei Hitler zu sanften Ausfällen und laut Dr. Giesing zu einer gefährlichen Überdosierung. Durch seine chronisch entzündeten Nasenschleimhäute verstärkte sich die Wirkung des Kokaines noch. Erschwerend kam hinzu, dass Hitler zeitgleich Sympathol zu sich nahm welches das Potenzial hat, gefährlich mit Kokain zu interagieren. Für viele Menschen ist der zeitgleiche Genuss von Amphetaminen (hier: Pervitin) und Kokain eine ödliche Mischung. Das Verständnis um Drogen war in der Zeit der Nazidiktatur ein anderes wie heute. Pervitin ist ein Metamphetamin, und wurde seit 1938 von den deutschen Temmlerwerken auf den Markt gebracht. Pervitin wurde in der gesamten deutschen Wehrmacht sowie auch in der Luftwaffe verwendet. Sie sollte die Soldaten leistungsfähiger machen und mit weniger Schlaf auskommen lassen. Gerade bei den Fliegern war Pervitin beliebt um die langen Einsätze am Himmel ausführen zu können.

Pervitin ist dem körpereigenen Adrenalin verwandt. Es wirkt gut gegen Asthma, fördert Ausdauer und Konzentration und hebt die Stimmung. Die Wirkung von Pervitin hält ca. 10 Stunden an und mindert auch das Kälte- und Angstempfinden. Die britische Presse sprach während des folgenden zweiten Weltkrieges von einer Nazi Wunderpille.

Die Gesellschaft im Nazireich war offen für Muntermacher jeder Art. Selbst in Pralinen wurde Pervitin beigemischt. Die Militärärzte werden auf das Pervitin aufmerksam, denn Müdigkeit ist eines der größten wehrmedizinischen Probleme. Getestet wurde Pervitin an Studenten, welche nach der Einnahme in der Lage waren, nach zwei Tagen und einer Nacht und ohne Schlaf mit Erfolg Aufgaben zu lösen. Noch während diese Tests durchgeführt wurden, überfiel das Deutsche Reich Polen. Militärärzte kauften ganze Apothekenbestände an Pervitin auf und verteilten das Pervitin an die Truppen. 35 Millionen Tabletten lieferten die Temmlerwerke für den folgenden Frankreichfeldzug.

Die Soldaten nahmen sehr schnell höhere Dosen von Pervitin zu sich. Das nutzen von Metamphetamin führt zu Gewöhnungs- und Suchtgefahr. Als Nebenwirkung kann Pervitin Wahnvorstellungen auslösen. Ernst Udet, ein berühmtes Fliegerass und zeitweise unter Gerhard Milch Zuständig für den Aufbau und Ausbau der Deutschen Luftwaffe, wird prominentestes Opfer von Pervitin. Er wird schwer abhängig und trinkt dabei noch Mengen von Alkohol, Unter Pervitineinfluss hat man eine höhere Toleranzschelle für den Alkohol. Sprich man kann saufen wie ein Loch. Ernst Udet erschießt sich unter Einfluss von Pervitin und Alkohol am 17. November 1941. Um das Präparat zu optimieren, fanden im KZ Sachsenhausen Menschenversuche statt in Form eines Schuhläuferkommando. Dabei testeten Häftlinge Lederersatzstoffe für die Schuhindustrie. Ihnen werden Mischungen aus Pervitin mit Kokain und Koffein verabreicht. Dann mussten die KZ-Häftlinge, beschwert mit Sandsäcken, 80 Stunden marschieren. Im Nazireich wurden Kinder zu Soldaten gemacht. Ganze Schulklassen sollten die Heimat als Flakhelfer verteidigen. Auch an sie wurde das Mittel ausgegeben. Viele Kindersoldaten und Soldaten waren als der Krieg aus war süchtig.

So ist es kein Wunder, dass der Führer des Deutschen Reiches selbst zu Drogen und Stimulantien griff. Als Machthaber des Dritten Reiches saß er an der Quelle dessen was das Deutsche Reich an Chemikalien zur Stimulanz zur Verfügung hatte.

Wie W. R. Kemper in einem Beitrag ausführt, verursacht längerer Pervitingenuss in größeren Dosierungen bestimmte negative Reaktionen. Diese Reaktionen sind mit Hitlers körperlichen und geistigen Beschwerden deckungsgleich. Die Symptome welche sich bei Hitler zeigten sind folgende: Unruhe, Zitteranfälle, ungebremster Redefluss, Anspannung bis zur Verkrampfung, Unberechenbarkeit, Verwirrung, Angst, paranoide Halluzinationen und anderes mehr.

 

Völklein berichtet weiter, dass Dr. Morell Hitler Eukodal und Eupaverin gegen Darmkrämpfe verabreichte. Weiter bekam Hitler von Dr. Morell Spritzen mit dem Sexualhormon Testoviron, von Tonophosphan und Traubenzucker. Er wurde mit den Kreislaufmitteln Cardizol und Coramin behandelt.

 

Eine Abhängigkeit  von Adolf Hitler zu Medikamenten wurde von vielen Zeitzeugen bestätigt. Albert Speer aüßerte sich folgendermaßen vor dem Nürnberger Hauptkriegsverbrecherprozess: „Dr. Morell gelang es, Hitlers Erschöpfungen mit Hilfe künstlicher Stimulantien zu verhehlen, eine Methode, die bekanntlich mit dem vollständigen Ruin des Patienten enden muss. Aber Hitler hat sich an diese Mittel gewöhnt, die es ihm ermöglichten durchzuhalten, er hat dauernd nach ihnen verlangt, er hat Morell und seine Methoden bewundert und war von ihm und seiner Behandlung im hohen Maße abhängig.“

 

Die Abhängigkeit zeichnete sich folgendermaßen aus Hitlers Worten: „Mein lieber Doktor, ich bin froh und glücklich, dass ich sie habe.“ Das würde auch jeder Junkie zu seinem Dealer sagen, der ihn so loyal regelmäßig mit Stoff versorgen könnte.

 

Genau wie ein Junkie auf Entzug ohne Nachschuboption bewegte sich Adolf Hitler am Ende seines Reiches im Bunker unter dem Garten der Neuen Reichskanzlei. Wie ein Notfall im Reich seiner fast grenzenlosen Paranoia schlürfte Adolf Hitler, die Beine hinter sich herziehend, manchmal sabbernd durch seine unterirdischen Katakomben. Das war das wahre Bild des Führers und Feldherrn aller Zeiten. Hitler war ein Wrack seiner selbst, extrem feige mit Angst vor dem eigenen Tode. Denn warum hat er tausende von Menschen noch für sich sterben lassen?

 

Warum hat Hitler nicht "Schluss" gemacht wie er es vor Jahren mal skizzierte: "Meine Generale haben um mich herum zu stehen und ihre Schwerter zum letzten Kampf zu zücken", das weis er nur selber. Bis zum Schluss ließe er noch Millionen Menschen sinnlos sterben nur um sein erbärmliches Leben zu verlängern. Hitler sah in seinem Umfeld zum Schluss nur noch Feigheit, Heimtücke und Verrat. Eine eigene Verantwortung auch für seine schwerwiegenden militärischen, strategischen und politischen Fehler sah der selbsternannte Halbgott nicht. Hitler klagte, schluchzte, jammerte und zitterte im Bunker unter der "Neuen Reichskanzlei" am ganzen Körper (…..), sein körperlicher und psychischer Verfall beschleunigte sich. Die mit dem Führer im Bunker eingeschlossene Hanna Reitsch beschrieb die Begegnung mit ihrem Chef am 26. April 1945: „Im Führerbunker trafen wir in dem kleinen, dielenartigen Gang Adolf Hitler. Seine Gestalt war jetzt stark vornübergebeugt, beide Arme zitterten ununterbrochen und sein Blick hatte etwas gläsernes ……)

 

 

Der Bunkereingang im Garten der Reichskanzlei - Zeitgenössige Ansichtskarte - Archiv German-Reich

 

Im Garten der Reichskanzlei fand der Führer Adolf Hitler mit seiner Geliebten Eva Braun sein grausiges Ende. Nach Vikingerart ließ er sich mit seiner Geliebten, nachdem sich beide im Bunker am 30. April 1945 entleibt haben, verbrennen. Die verkohlten Reste beider Leichen wurden in der Nähe dieses Bunkerausganges verscharrt. Die Sowjets haben die Leichenreste wieder ausgegraben.

Deutsches Reich

Briefmarken

Belege

Ganzsachen

Zubehör

1872 - 1945

 

Premiumware

 

- Ankauf -

- Verkauf -

- Zubehör -

&

Dokumentation

Information

 

Sie kaufen zu einem fairen Preis auserlesene Briefmarken beim

Spezialisten

&

Sammler

 

Impressum

Das Briefmarken-Sammeln zählt zu einen der interessantesten Hobbys.
 Jede Briefmarke ist ein Unikat und ist ein Zeitzeuge.
briefmarken@german-reich.de